Hostel Review: World House Hostel, Istanbul
Jan13

Hostel Review: World House Hostel, Istanbul

Brendan und ich haben während unseres einwöchigen Aufenthalts in Istanbul praktisch die ganze Bandbreite an Hotels und Hostels erlebt. Zunächst lebten wir in einem familienbetriebenen Hotel in Sultanahmet, das sich jedoch im Umbau befand und somit eine grosse Baustelle war. Wir entflohen schnell ins schöne Hotel Ibrahim Pacha und quartierten uns schlussendlich für unsere letzte Nacht im World House Hostel in Beyoglu in der Nähe des Taksim Platzes ein. Das Hostel ist offensichtlich aufgrund seiner guten Lage, der Sauberkeit, dem hilfsbereiten Personal und dem Komfort ein Favorit unter den Backpackern und Budgetreisenden. Ausstattung: Das World House Hostel ist guter Hostel Standard und es fehlt bezüglich Ausstattung eigentlich an nichts. Schnelles Wifi ist im ganzen Haus vorhanden, es gibt eine Küche, sowie einen gemütlichen und grossen Aufenthaltsbereich. Das Frühstück ist im Preis des Zimmers einbegriffen und ist simpel, kann sich aber sehen lassen. Das einzige was bemängelt werden kann ist, dass sich das Hostel auf vier Stöcke verteilt und nur enge und steile Treppen vorhanden sind. Wir mussten also unsere ganze schwere Ausrüstung die Treppe in den vierten Stock hoch zerren – kein einfaches Unterfangen. Da kann man zwar nicht viel machen, wenn das Gebäude keinen Lift hat, es wäre aber schön gewesen, wenn uns jemand mit dem Gepäck geholfen hätte. Zimmer: Unser Zimmer war gut und wir hatten ein eigenes Zimmer mit Bad und warmem Wasser. Ausgestattet war der Raum mit einem Etagenbett à la Studentenwohnheim – nichts besonderes aber durchaus gemütlich. Auch das Badezimmer war gut, mit einer Kloschüssel, die auf einem kleinen Thron situiert ist. Lustig, obwohl kein Toilettenpapier in die Toilette geworfen werden darf. Obwohl der Aufstieg in den vierten Stock schmerzlich war, hat sich der ganze Schweiss für die Aussicht auf den Galata Turm und die Stadt trotzdem gelohnt. Die Zimmer verfügen ausserdem über Airconditioning, was uns mitten im Winter dann wieder mit einer Heizung zu Gute kam. Lage: Die Lage des World House Hostels ist gut, aber nicht grossartig. Es liegt ziemlich zentral in dem Sinne, dass der Galata Turm, die Galata Brücke und der Taksim Platz relativ schnell zu Fuss erreichbar sind. Das Hostel liegt jedoch zu oberst auf einem Hügel, was jegliche Ausflüge runter zum Wasser in relativ anstrengende Wanderungen verwandelt. Es ist auch eine ziemlich heikle Stelle, wenn man mit einem Taxi unterwegs ist – unser Taxifahrer ist in den engen, steilen Strassen mehrmals fast angeeckt und hatte seine liebe Mühe, den Berg hochzukommen. Wenn man jedoch dem touristischen Sultanahmet entfliehen möchte, ist es ein toller Ort.  Atmosphäre und Personal: Das Personal im Hostel war freundlich und immer zu Gesprächen bereit. Sie waren auch äusserst hilfsbereit beim Organisieren eines Transports zum...

Mehr
Hotel Review: Ibrahim Pacha, Istanbul
Jan13

Hotel Review: Ibrahim Pacha, Istanbul

Unsere ersten paar Nächte haben Brendan und ich in einem billigen Hotel in Sultanahmet verbracht, welches praktisch eine Baustelle war. Wir hatten bald genug davon, die Baustellendämpfe einzuatmen und von Presslufthämmern geweckt zu werden und quartierten uns schlussendlich im Hotel Ibrahim Pacha ein, um uns auch wieder mal was zu gönnen. Dieses schöne Anwesen liegt an absolut perfekter Lage, mit einem unglaublichen Ausblick auf die Blaue Moschee und modernen, sowie eleganten Zimmern. Die schönsten Postkartensujets sind alle zu Fuss erreichbar. Hier also das Review vom Ibrahim Pacha:  Ausstattung: Das Ibrahim Pacha ist ein Boutique-Hotel. Wifi ist auf dem ganzen Grundstück vorhanden und ist kostenlos sowie schnell. Für Reisende ohne Laptop hat es in der Lobby auch einen Computer mit einer Karte der Gegend, der von den Gästen genutzt werden kann. Das Frühstück ist inbegriffen und ist guter Buffet-Standard mit allem, was der Magen begehrt – verschiedene Brote, Früchte, Käse, Müsli und Joghurt. Den ganzen Tag über gibt es zusätzlich gratis Kaffee oder Tee, der aufs Zimmer bestellt oder in der Lobby konsumiert werden kann. Die Dachterrasse des Hotels ist unglaublich und bietet wohl einer der besten Aussichten auf die Blaue Moschee überhaupt. Hier kann man gemütlich sitzen, seinen Apfeltee schlürfen und den Sonnenuntergang beobachten.  Zimmer: Die Zimmer sind elegant und modern eingerichtet und obwohl sie nicht absolut riesig sind, wir der vorhandene Platz optimal genutzt. Unser Zimmer verfügte über ein bequemes Doppelbett, eine kleine Sofaecke mit Flachbildschirm-TV, einen begehbaren Kleiderschrank (mit Safe) und ein Badezimmer mit einer grossen Badewanne. Täglich gab es auch jeweils morgens einen Früchtekorb mit frischen Äpfeln und Birnen und das Wasser in der Minibar kann gratis konsumiert werden. Zum Zimmer gehörte auch ein kleiner Balkon, obwohl die Aussicht natürlich nicht mit der von der Dachterrasse vergleichbar ist. Die Sicht von ganz oben kann einfach fast nicht übertroffen werden.  Personal: Das Personal im Ibrahim Pacha ist freundlich und hilfsbereit und zeigt auch gleich nach der Ankunft auf einer Karte, wie man Istanbul am besten entdecken kann und wo sich alle Sehenswürdigkeiten befinden. Ein Angestellter brachte unser Gepäck aufs Zimmer und auch das Frühstück war toll und aufmerksam bedient. Die Rezeption ist 24 Stunden am Tag bemannt und steht immer gerne für Fragen zur Verfügung.  Lage: Die Lage mitten in Sultanahmet ist perfekt. Nur ein bis zwei Minuten von der Blauen Moschee entfernt, liegt das Hotel Ibrahim Pacha trotzdem an einer ruhigen und wenig befahrenen Seitenstrasse und auch die Gebete sind nicht wirklich störend und werden nur gedämpft wahrgenommen. Restaurants gibt es in der Gegend viele und nur wenige Minuten entfernt befindet sich die geschäftige Touristenmeile, wo man nun wirklich praktisch alles findet. Natürlich kann man in...

Mehr
Flug oder Zug? Ein Verkehrsmittelvergleich für Europa
Jan03

Flug oder Zug? Ein Verkehrsmittelvergleich für Europa

„Einfach unglaublich!“ rief das eine oder andere Familienmitglied oft erstaunt aus, wann immer ich meiner Reisewut nachgab und, um der schrecklichen Monotonie des Arbeitsalltags zu entfliehen, wieder einmal ein günstiges Flugticket ans andere Ende des Kontinents buchte. Mehrstündige Flüge, die weniger kosteten als ein Zugticket zur Uni und etwa gleich viel, wie zwei Drinks in einer Schweizer Bar. Über den ökologischen Sinn oder Unsinn des Fliegens kann man sich streiten, aber Fakt ist, dass diese Art des Reisens ist in den letzten Jahrzehnten unglaublich billig geworden und nicht länger nur ein Privileg der Gutbetuchten ist. Europareisende stehen daher oftmals vor der Qual der Wahl: Versucht man billige Flüge in die Städte der Wahl zu ergattern oder setzt man auf den guten alten Zug und kauft sich einfach einen InterRail Pass, um Europa auf den Schienen zu erkunden? Ich habe mich vor kurzem mit InterRail auf eine Tour von Basel in der Schweiz, über so einige Umwege, bis nach Split in Kroatien begeben und wurde schon gefragt, ob das Ganze denn auch per Flugzeug machbar gewesen wäre. Die kurze Antwort: nicht wirklich. Für die etwas längere Antwort gibt’s hier noch eine etwas ausführlichere Beschreibung. Alle Preise sind berechnet für einen 24-jährigen Alleinreisenden, zu normalen Tageszeiten und ohne Sonderangebote. Stichtag ist der 28. Januar 2014. Hätte ich mich für die vorhandenen Strecken fürs Flugzeug entschieden, hätte mich die Reise doppelt so viel gekostet wie Zug-Einzeltickets und dreimal so viel wie ein InterRail 10-Tages Pass. Und: Zeit gespart hätte ich nicht. Die Anreise zu den Flughäfen, die Warterei nach Check-In und aufs Gepäck und der anschliessende Transport in die Stadt sind wahre Zeitfresser. Die Hälfte meiner gewählten Destinationen wären mit dem Flugzeug schon gar nicht erst machbar gewesen. Kleine Dörfchen haben logischerweise keinen Flughafen und setzen eine etwas umständlichere Anreise voraus und viele der Städte werden nicht von Billigfluglinien bedient und sind nur mit mehrmaligem Umsteigen und teureren Airlines erreichbar. Klar, ich war hauptsächlich in Osteuropa unterwegs, habe mich zwar an so einige Hauptstädte gewagt, bin dann den Betonhöllen genauso häufig auch wieder in Richtung Natur entflohen. Fakt ist, Zugverbindungen gibt es in Europa fast überall hin, will man jedoch per Flugzeug reisen, wird die Reiseplanung dann schon ein ganzes Stück schwieriger. Wer nicht aufs Flugzeug verzichten will, wird sich zwangsläufig an grössere Städte halten müssen. Genauer gesagt, grössere Städte auf dem Routenplan der Billigfluglinien. Ich bin eigentlich eine Befürworterin von langsamen Überlandreisen, aber wenn es Sinn macht, dann fliege auch ich. Ich war jedoch froh, das InterRail Abo zu haben und mich gemütlich im Zug zurücklehnen zu können. Kein lästiges Zerlegen des Gepäcks und der halben Garderobe bei Sicherheitskontrollen, kein Eingepfercht-Sein...

Mehr
Hostel Review: Vagabond Hostel, Sarajevo
Jan03

Hostel Review: Vagabond Hostel, Sarajevo

Brendan und ich wurden am Busbahnhof in Sarajevo von der exzentrischen und fröhlichen Alvina vom Vagabond Hostel abgeholt. Nachdem wir uns und unser gigantisches Gepäck mit der Hilfe eines netten Parkplatzmitarbeiters in ihr winziges Auto gequetscht hatten, erzählte uns Alvina auf der Fahrt ins Hostel von der Geschichte Sarajevos und zeigte uns bereits einige der Sehenswürdigkeiten: das alte Rathaus / Nationalbibliothek, niedergebrannt im Krieg aber jetzt wieder im Aufbau, die Brücke wo Franz Ferdinand erschossen wurde, und Pigeon Square, der eigentlich offiziell Baščaršija Platz heisst (aber das kann ja niemand aussprechen) und das Herz der Altstadt darstellt. Als wir schlussendlich im Vagabond ankamen, riss die Flut an Höflichkeiten jedoch keineswegs ab und uns wurden sofort Tee, Kaffee, eine Shisha und eine Unmenge an Informationen über Sarajevo offeriert, woraufhin wir zunächst mal eine halbe Stunde plauderten und uns erst dann auf den Weg in unser Zimmer machten. Es stimmt, als Journalisten erhält man in Hostels und Hotels oftmals eine Sonderbehandlung, offensichtlich im Versucht, sich von der besten Seite zu zeigen und im Gegenzug etwas Publicity zu erhalten. Obwohl man sich über den Extraservice natürlich nicht beklagen kann, ist man trotzdem immer etwas vorsichtig, alles auf den ersten Blick zu glauben und immer darum bemüht, eine Unterkunft trotzdem ehrlich zu bewerten. Alvina, ihre Schwester Aida und deren Familien waren so unglaublich freundlich und hilfsbereit, dass wir uns zunächst wunderten, ob wir wieder einmal den Journalistenbonus erhalten hatten. Während den folgenden fünf Tagen im Vagabond Hostel versuchten wir also zu beobachten, wie die Leute im Vagabond miteinander, den Gästen und dem Personal umgingen. Wir waren nicht überrascht zu sehen, dass jeder der auch nur einen Fuss ins Vagabond setzte, mit der gleichen Zuvorkommenheit und Freundlichkeit wie wir begrüsst und versorgt wurde. Das Vagabond bietet wirklich absolut jedem Reisenden ein gemütliches Zuhause, aufrichtige Hilfsbereitschaft und eine neue grosse Familie. Einrichtung: Die Einrichtung im Vagabond Hostel ist im Grunde genau das, was man von einem anständigen Hostel erwartet. Das kostenlose Wifi ist absolut schnell und zuverlässig und es gibt für jedermann (und frau) kostenlosen Kaffee und Tee. Wenn man selber kochen möchte, steht auch eine kleine Küche zur Verfügung. Das Tüpfelchen auf dem i ist jedoch, dass das Personal immer sicherstellt, dass man alles hat, was man braucht und noch einen Schritt weiter geht als andere Hostels, um zu garantieren, dass man sich im neuen Zuhause wohl fühlt. Es gibt Regenschirme zum ausleihen und man kann sich eine Sisha bestellen. Alvina erklärte uns sogar, dass Hausschuhe für Gäste geplant sind, damit diese nicht mit den blanken Socken übers Parkett marschieren müssen. Zimmer: Die Zimmer sind guter Hostel-Standard. Sie sind einfach, aber effizient eingerichtet und...

Mehr
Review: Artemida Apartments, Dubrovnik
Jan03

Review: Artemida Apartments, Dubrovnik

Nach einer schönen aber langen Fahrt entlang der dalmatischen Küste, erreichten wir Dubrovnik bereits ziemlich müde. Irgendwie haben Brendan und ich es dann auch noch geschafft, die falsche Wohnung anzusteuern und mussten erschöpft unser Gepäck durch die halbe Stadt schleppen. Die Tür zu den Artemida Wohnungen in Dubrovnik fanden wir schlussendlich im Herzen der Altstadt – und nachdem wir unsere Schlüssel durch die netten Eigentümer erhalten hatten, waren wir mit einem wundervollen Zuhause mitten im Zentrum ausgestattet. Wir hatten ein kleines Studio namens Apartment Bete gebucht, daher wird sich dieses Review auf diese eine Wohnung konzentrieren. Auf der Webseite finden sich jedoch eine Menge weiterer Apartments mit toller Lage mitten in Dubrovnik. Lage: Die Lage hätte nur besser sein können, wenn wir mitten auf der alten Stadtmauer mit Sicht auf die Stadt und das Meer campiert hätten. Die Altstadt von Dubrovnik ist klein und das Apartment liegt ganz in der Nähe vom Hauptplatz und der Hauptstrasse. Obwohl „Strasse“ eigentlich eine Übertreibung ist, sie ist wenig mehr als eine breite Fussgängerzone. Die Wohnung liegt auch ziemlich nahe an einem der Stadttore, sodass man jederzeit den hohen Kosten der Innenstadt entfliehen und sich ausserhalb in einem der vielen Restaurants verpflegen kann. Die Restaurants innherhalb der Stadtmauern kann ich überhaupt nicht empfehlen, denn als ich mal meinem Hunger in der Altstadt nachgegeben habe, habe ich für ein mickriges Sandwich 10$ bezahlt. Ziemlich alles ist komplett überteuert und euer Geld nicht wert. Die Nähe zum Stadttor bedeutet auch, dass die Treppe zur Stadtmauer nur einen Katzensprung entfernt ist und man daher nur eine Minute entfernt eine wunderbare Aussicht über die Stadt geniessen kann. Ausstattung: Das Studio-Apartment hat alles, was man so in einer Wohnung finden würde. Es besitzt eine kleine, aber funktionelle Küche und die üblichen Kochgeräte, ein Flachbildfernseher hängt an der Wand und ein grosses Queen-Size Bett steht mitten im Raum. Das Bad ist klein, aber schön eingerichtet und sauber. Für uns Internetsüchtigen war das Wifi war extrem schnell und zuverlässig. Atmosphäre: Die Einrichtung im Apartment Bete erinnert ein wenig an den old-english Stil und die Möbel sind definitiv nicht modern. Aber in einem alten Stadthaus mitten in Dubrovnik würde man das auch nicht unbedingt wollen oder erwarten. Die Atmosphäre ist familiär und gemütlich und da das Apartment nicht an ein Hostel oder Hotel angeschlossen ist, hat man wirklich sein eigenes, ruhiges und behagliches Eigentum mitten in der Stadt. Wirklich klassisch schön und edel – wir fühlten uns hier unglaublich wohl. Personal: Da es sich bei der Wohnung nicht um ein Hostel oder Hotel handelt, steht man nicht wirklich viel in Kontakt mit Angestellten. Die sehr hilfsbereiten Besitzer begrüssten uns freundlich bei...

Mehr