Die Jagd nach dem flüchtigen Glück auf Reisen
Feb27

Die Jagd nach dem flüchtigen Glück auf Reisen

Mein Name ist Lauren und ich bin süchtig nach kurzfristigem Glück. Puh. Ich bin froh, dass ich das endlich loswerden konnte. Spass beiseite, aber es ist trotzdem ein Problem, mit dem ich mich in letzter Zeit viel beschäftigt habe. Es ist keine globale Angelegenheit, aber trotzdem etwas, was eng mit Reisen – und ganz speziell dem Abenteuerreisen – zusammenhängt. Ich meine, warum stürzen wir uns nur an einem Seil befestigt von Brücken und raften einen krokodilverseuchten Fluss runter? Wieso wollen wir ständig neue Gerichte ausprobieren, eine weitere Landesgrenze überqueren oder Pfade bewandern, von denen wir nicht mal wissen, wohin sie führen? Potentiell gibt es verschiedene Antworten auf diese Fragen. Reisen, Kultur und neue Erfahrungen erweitern unseren Horizont, sie lehren uns Demut, Geduld und Selbständigkeit.  Diese impulsiven Handlungen versorgen uns mit Geschichten, die wir später im Leben mit anderen teilen können. Und nicht zuletzt verwandelt uns Abenteuer in bessere, interessantere Versionen von uns selbst. Dank den Abenteuern fühlen wir uns lebendig. Steckt da aber noch mehr dahinter? Man könnte meinen, dass Atmen, Sprechen, Fühlen und Herumlaufen klare Indikatoren dafür sind, dass man doch eben am Leben ist. Wenn ich am Morgen aufwache, vergesse ich sicherlich nicht, dass ich am Leben bin, ich muss dafür nicht erst einen neuen Stadtteil erkunden oder Klettern gehen. Könnte es sein, dass uns Reisenden die traditionellen Indikatoren nicht mehr genügen? Hüpfen wir zwischen Ländern und Adrenalin-gefüllten Aktivitäten hin und her, weil wir genau diese Stromstösse des Lebens suchen und uns nicht mit einem stetigen Puls zufriedengeben wollen? Sind wir süchtig nach diesem flüchtigen Glück? Ihr fragt euch vielleicht, warum ich diese Fragen überhaupt stelle. Eigentlich weiss ich das selber nicht so genau. Ich vermute, die Wurzel meiner Zweifel liegt bei der Tatsache, dass alles Kurzfristige typischerweise als schlecht angesehen wird. Denkt mal darüber nach: Wer immer nur flüchtige Beziehungen eingeht, wird als unzuverlässig angesehen oder hat Angst vor Verpflichtungen. Hat man Gelegenheits- oder  Saisonjobs, werden die Karrierechance in der Regel beeinträchtigt. Es ist das Verlangen der meisten Menschen, ein langes Leben zu führen, dauerhafte Freundschaften zu pflegen, eine solide Arbeit zu haben und entscheidende Fähigkeiten mit wiederholtem Training zu perfektionieren. Plus, niemand hat je gesagt: „Das ist ein ziemlich gutes Snickers, ich wünschte nur, es wäre kürzer.“ Trotz all dem – und ich denke da bin ich nicht allein – fühle ich mich gezwungen, den temporären Befriedigungen nachzujagen, anstatt mal etwas für einen späteren Nutzen zu opfern. Zum Beispiel kämpfe ich momentan damit, in Hanoi zu bleiben. Mein Plan war, für sechs Monate zu bleiben, Englisch zu unterrichten, neue Freundschaften zu knüpfen und eine Routine zu finden, die irgendwie einem normalen Tagesablauf ähneln würde. Dieser...

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Hostel Review: World House Hostel, Istanbul
Jan13

Hostel Review: World House Hostel, Istanbul

Brendan und ich haben während unseres einwöchigen Aufenthalts in Istanbul praktisch die ganze Bandbreite an Hotels und Hostels erlebt. Zunächst lebten wir in einem familienbetriebenen Hotel in Sultanahmet, das sich jedoch im Umbau befand und somit eine grosse Baustelle war. Wir entflohen schnell ins schöne Hotel Ibrahim Pacha und quartierten uns schlussendlich für unsere letzte Nacht im World House Hostel in Beyoglu in der Nähe des Taksim Platzes ein. Das Hostel ist offensichtlich aufgrund seiner guten Lage, der Sauberkeit, dem hilfsbereiten Personal und dem Komfort ein Favorit unter den Backpackern und Budgetreisenden. Ausstattung: Das World House Hostel ist guter Hostel Standard und es fehlt bezüglich Ausstattung eigentlich an nichts. Schnelles Wifi ist im ganzen Haus vorhanden, es gibt eine Küche, sowie einen gemütlichen und grossen Aufenthaltsbereich. Das Frühstück ist im Preis des Zimmers einbegriffen und ist simpel, kann sich aber sehen lassen. Das einzige was bemängelt werden kann ist, dass sich das Hostel auf vier Stöcke verteilt und nur enge und steile Treppen vorhanden sind. Wir mussten also unsere ganze schwere Ausrüstung die Treppe in den vierten Stock hoch zerren – kein einfaches Unterfangen. Da kann man zwar nicht viel machen, wenn das Gebäude keinen Lift hat, es wäre aber schön gewesen, wenn uns jemand mit dem Gepäck geholfen hätte. Zimmer: Unser Zimmer war gut und wir hatten ein eigenes Zimmer mit Bad und warmem Wasser. Ausgestattet war der Raum mit einem Etagenbett à la Studentenwohnheim – nichts besonderes aber durchaus gemütlich. Auch das Badezimmer war gut, mit einer Kloschüssel, die auf einem kleinen Thron situiert ist. Lustig, obwohl kein Toilettenpapier in die Toilette geworfen werden darf. Obwohl der Aufstieg in den vierten Stock schmerzlich war, hat sich der ganze Schweiss für die Aussicht auf den Galata Turm und die Stadt trotzdem gelohnt. Die Zimmer verfügen ausserdem über Airconditioning, was uns mitten im Winter dann wieder mit einer Heizung zu Gute kam. Lage: Die Lage des World House Hostels ist gut, aber nicht grossartig. Es liegt ziemlich zentral in dem Sinne, dass der Galata Turm, die Galata Brücke und der Taksim Platz relativ schnell zu Fuss erreichbar sind. Das Hostel liegt jedoch zu oberst auf einem Hügel, was jegliche Ausflüge runter zum Wasser in relativ anstrengende Wanderungen verwandelt. Es ist auch eine ziemlich heikle Stelle, wenn man mit einem Taxi unterwegs ist – unser Taxifahrer ist in den engen, steilen Strassen mehrmals fast angeeckt und hatte seine liebe Mühe, den Berg hochzukommen. Wenn man jedoch dem touristischen Sultanahmet entfliehen möchte, ist es ein toller Ort.  Atmosphäre und Personal: Das Personal im Hostel war freundlich und immer zu Gesprächen bereit. Sie waren auch äusserst hilfsbereit beim Organisieren eines Transports zum...

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Hotel Review: Ibrahim Pacha, Istanbul
Jan13

Hotel Review: Ibrahim Pacha, Istanbul

Unsere ersten paar Nächte haben Brendan und ich in einem billigen Hotel in Sultanahmet verbracht, welches praktisch eine Baustelle war. Wir hatten bald genug davon, die Baustellendämpfe einzuatmen und von Presslufthämmern geweckt zu werden und quartierten uns schlussendlich im Hotel Ibrahim Pacha ein, um uns auch wieder mal was zu gönnen. Dieses schöne Anwesen liegt an absolut perfekter Lage, mit einem unglaublichen Ausblick auf die Blaue Moschee und modernen, sowie eleganten Zimmern. Die schönsten Postkartensujets sind alle zu Fuss erreichbar. Hier also das Review vom Ibrahim Pacha:  Ausstattung: Das Ibrahim Pacha ist ein Boutique-Hotel. Wifi ist auf dem ganzen Grundstück vorhanden und ist kostenlos sowie schnell. Für Reisende ohne Laptop hat es in der Lobby auch einen Computer mit einer Karte der Gegend, der von den Gästen genutzt werden kann. Das Frühstück ist inbegriffen und ist guter Buffet-Standard mit allem, was der Magen begehrt – verschiedene Brote, Früchte, Käse, Müsli und Joghurt. Den ganzen Tag über gibt es zusätzlich gratis Kaffee oder Tee, der aufs Zimmer bestellt oder in der Lobby konsumiert werden kann. Die Dachterrasse des Hotels ist unglaublich und bietet wohl einer der besten Aussichten auf die Blaue Moschee überhaupt. Hier kann man gemütlich sitzen, seinen Apfeltee schlürfen und den Sonnenuntergang beobachten.  Zimmer: Die Zimmer sind elegant und modern eingerichtet und obwohl sie nicht absolut riesig sind, wir der vorhandene Platz optimal genutzt. Unser Zimmer verfügte über ein bequemes Doppelbett, eine kleine Sofaecke mit Flachbildschirm-TV, einen begehbaren Kleiderschrank (mit Safe) und ein Badezimmer mit einer grossen Badewanne. Täglich gab es auch jeweils morgens einen Früchtekorb mit frischen Äpfeln und Birnen und das Wasser in der Minibar kann gratis konsumiert werden. Zum Zimmer gehörte auch ein kleiner Balkon, obwohl die Aussicht natürlich nicht mit der von der Dachterrasse vergleichbar ist. Die Sicht von ganz oben kann einfach fast nicht übertroffen werden.  Personal: Das Personal im Ibrahim Pacha ist freundlich und hilfsbereit und zeigt auch gleich nach der Ankunft auf einer Karte, wie man Istanbul am besten entdecken kann und wo sich alle Sehenswürdigkeiten befinden. Ein Angestellter brachte unser Gepäck aufs Zimmer und auch das Frühstück war toll und aufmerksam bedient. Die Rezeption ist 24 Stunden am Tag bemannt und steht immer gerne für Fragen zur Verfügung.  Lage: Die Lage mitten in Sultanahmet ist perfekt. Nur ein bis zwei Minuten von der Blauen Moschee entfernt, liegt das Hotel Ibrahim Pacha trotzdem an einer ruhigen und wenig befahrenen Seitenstrasse und auch die Gebete sind nicht wirklich störend und werden nur gedämpft wahrgenommen. Restaurants gibt es in der Gegend viele und nur wenige Minuten entfernt befindet sich die geschäftige Touristenmeile, wo man nun wirklich praktisch alles findet. Natürlich kann man in...

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Hostel Review: Vagabond Hostel, Sarajevo
Jan03

Hostel Review: Vagabond Hostel, Sarajevo

Brendan und ich wurden am Busbahnhof in Sarajevo von der exzentrischen und fröhlichen Alvina vom Vagabond Hostel abgeholt. Nachdem wir uns und unser gigantisches Gepäck mit der Hilfe eines netten Parkplatzmitarbeiters in ihr winziges Auto gequetscht hatten, erzählte uns Alvina auf der Fahrt ins Hostel von der Geschichte Sarajevos und zeigte uns bereits einige der Sehenswürdigkeiten: das alte Rathaus / Nationalbibliothek, niedergebrannt im Krieg aber jetzt wieder im Aufbau, die Brücke wo Franz Ferdinand erschossen wurde, und Pigeon Square, der eigentlich offiziell Baščaršija Platz heisst (aber das kann ja niemand aussprechen) und das Herz der Altstadt darstellt. Als wir schlussendlich im Vagabond ankamen, riss die Flut an Höflichkeiten jedoch keineswegs ab und uns wurden sofort Tee, Kaffee, eine Shisha und eine Unmenge an Informationen über Sarajevo offeriert, woraufhin wir zunächst mal eine halbe Stunde plauderten und uns erst dann auf den Weg in unser Zimmer machten. Es stimmt, als Journalisten erhält man in Hostels und Hotels oftmals eine Sonderbehandlung, offensichtlich im Versucht, sich von der besten Seite zu zeigen und im Gegenzug etwas Publicity zu erhalten. Obwohl man sich über den Extraservice natürlich nicht beklagen kann, ist man trotzdem immer etwas vorsichtig, alles auf den ersten Blick zu glauben und immer darum bemüht, eine Unterkunft trotzdem ehrlich zu bewerten. Alvina, ihre Schwester Aida und deren Familien waren so unglaublich freundlich und hilfsbereit, dass wir uns zunächst wunderten, ob wir wieder einmal den Journalistenbonus erhalten hatten. Während den folgenden fünf Tagen im Vagabond Hostel versuchten wir also zu beobachten, wie die Leute im Vagabond miteinander, den Gästen und dem Personal umgingen. Wir waren nicht überrascht zu sehen, dass jeder der auch nur einen Fuss ins Vagabond setzte, mit der gleichen Zuvorkommenheit und Freundlichkeit wie wir begrüsst und versorgt wurde. Das Vagabond bietet wirklich absolut jedem Reisenden ein gemütliches Zuhause, aufrichtige Hilfsbereitschaft und eine neue grosse Familie. Einrichtung: Die Einrichtung im Vagabond Hostel ist im Grunde genau das, was man von einem anständigen Hostel erwartet. Das kostenlose Wifi ist absolut schnell und zuverlässig und es gibt für jedermann (und frau) kostenlosen Kaffee und Tee. Wenn man selber kochen möchte, steht auch eine kleine Küche zur Verfügung. Das Tüpfelchen auf dem i ist jedoch, dass das Personal immer sicherstellt, dass man alles hat, was man braucht und noch einen Schritt weiter geht als andere Hostels, um zu garantieren, dass man sich im neuen Zuhause wohl fühlt. Es gibt Regenschirme zum ausleihen und man kann sich eine Sisha bestellen. Alvina erklärte uns sogar, dass Hausschuhe für Gäste geplant sind, damit diese nicht mit den blanken Socken übers Parkett marschieren müssen. Zimmer: Die Zimmer sind guter Hostel-Standard. Sie sind einfach, aber effizient eingerichtet und...

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Review: Artemida Apartments, Dubrovnik
Jan03

Review: Artemida Apartments, Dubrovnik

Nach einer schönen aber langen Fahrt entlang der dalmatischen Küste, erreichten wir Dubrovnik bereits ziemlich müde. Irgendwie haben Brendan und ich es dann auch noch geschafft, die falsche Wohnung anzusteuern und mussten erschöpft unser Gepäck durch die halbe Stadt schleppen. Die Tür zu den Artemida Wohnungen in Dubrovnik fanden wir schlussendlich im Herzen der Altstadt – und nachdem wir unsere Schlüssel durch die netten Eigentümer erhalten hatten, waren wir mit einem wundervollen Zuhause mitten im Zentrum ausgestattet. Wir hatten ein kleines Studio namens Apartment Bete gebucht, daher wird sich dieses Review auf diese eine Wohnung konzentrieren. Auf der Webseite finden sich jedoch eine Menge weiterer Apartments mit toller Lage mitten in Dubrovnik. Lage: Die Lage hätte nur besser sein können, wenn wir mitten auf der alten Stadtmauer mit Sicht auf die Stadt und das Meer campiert hätten. Die Altstadt von Dubrovnik ist klein und das Apartment liegt ganz in der Nähe vom Hauptplatz und der Hauptstrasse. Obwohl „Strasse“ eigentlich eine Übertreibung ist, sie ist wenig mehr als eine breite Fussgängerzone. Die Wohnung liegt auch ziemlich nahe an einem der Stadttore, sodass man jederzeit den hohen Kosten der Innenstadt entfliehen und sich ausserhalb in einem der vielen Restaurants verpflegen kann. Die Restaurants innherhalb der Stadtmauern kann ich überhaupt nicht empfehlen, denn als ich mal meinem Hunger in der Altstadt nachgegeben habe, habe ich für ein mickriges Sandwich 10$ bezahlt. Ziemlich alles ist komplett überteuert und euer Geld nicht wert. Die Nähe zum Stadttor bedeutet auch, dass die Treppe zur Stadtmauer nur einen Katzensprung entfernt ist und man daher nur eine Minute entfernt eine wunderbare Aussicht über die Stadt geniessen kann. Ausstattung: Das Studio-Apartment hat alles, was man so in einer Wohnung finden würde. Es besitzt eine kleine, aber funktionelle Küche und die üblichen Kochgeräte, ein Flachbildfernseher hängt an der Wand und ein grosses Queen-Size Bett steht mitten im Raum. Das Bad ist klein, aber schön eingerichtet und sauber. Für uns Internetsüchtigen war das Wifi war extrem schnell und zuverlässig. Atmosphäre: Die Einrichtung im Apartment Bete erinnert ein wenig an den old-english Stil und die Möbel sind definitiv nicht modern. Aber in einem alten Stadthaus mitten in Dubrovnik würde man das auch nicht unbedingt wollen oder erwarten. Die Atmosphäre ist familiär und gemütlich und da das Apartment nicht an ein Hostel oder Hotel angeschlossen ist, hat man wirklich sein eigenes, ruhiges und behagliches Eigentum mitten in der Stadt. Wirklich klassisch schön und edel – wir fühlten uns hier unglaublich wohl. Personal: Da es sich bei der Wohnung nicht um ein Hostel oder Hotel handelt, steht man nicht wirklich viel in Kontakt mit Angestellten. Die sehr hilfsbereiten Besitzer begrüssten uns freundlich bei...

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Hostel Review: Day and Night Hostel, Zagreb
Dec24

Hostel Review: Day and Night Hostel, Zagreb

Ich bin nach Zagreb gereist, ohne viel von der Stadt zu erwarten. Gerüchteweise wurde mir gesagt, dass es da nicht wirklich viel zu tun gäbe, und dass Kroatiens Hauptstadt relativ langweilig sei. Was mir auch recht war – während eines solch ermüdenden Reiseprogramms durch Europa, wie ich es gewählt hatte, war ich froh auch einfach mal nichts tun zu müssen. Schlussendlich stellte sich Zagreb, mit den farbigen Märkten, der Musik und einer hübschen Altstadt jedoch als tolle Stadt mit viel Charme heraus, ich habe jedoch trotzdem relativ viel Zeit im Hostel verbracht, einfach um mich wieder mal zu erholen. Es war ein trüber, regnerischer Winterabend, als ich in Zagreb ankamen und mich zu Fuss auf den Weg zum Day and Night Hostel machten. Auf der Website hiess es, das Hostel sei 5 Minuten Fussmarsch und 2 Minuten Sprint vom Bahnhof entfernt – was mich schon mal zum schmunzeln brachte und sich auch als wahr heraus stellte. Trotzdem kam ich leicht durchnässt bei unserer Unterkunft an, wurde jedoch von den charismatischen Mitarbeitern freundlich begrüsst, die sogleich ein paar Witze auf meine Kosten rissen. Ich und Brendan fühlten uns so schon kurz nach der Ankunft richtig wohl in unserem neuen Quartier. Lage: Die Lage des Day and Night Hostels ist ziemlich gut, vor allem wenn man Wert darauf legt, nahe beim Bahnhof zu übernachten. Um ins Stadtzentrum mit all seinen Restaurants, Cafés, Märkten und Sehenswürdigkeiten zu gelangen, braucht man zu Fuss jedoch ca. 10 Minuten. Mir wäre es lieber gewesen, etwas näher an der Touristenzone zu sein, der tägliche Spaziergang hat mich jedoch auch nicht wirklich gestört. Diese Spaziergänge sind eine Voraussetzung: Rund um das Hostel gibt es kaum Restaurants, was bedeutet, dass man schon einige Minuten marschieren muss. Das Day and Night liegt jedoch direkt neben einer Tramstation, von wo aus man dann auch mit dem Tram flott in die weiter entfernten Stadtteile gelangt. Zimmer: Brendan und ich wurden sowohl in einem Dorm, als auch für einige Nächte in einer zur Herberge gehörenden Wohnung einquartiert. Die Wohnungen liegen in einem anderen Gebäude auf der gegenüberliegenden Strassenseite und bieten ein wirklich gutes Preis-Leistungsverhältnis. Es ist ruhig dort und man hat eine eigene Küche und ein Badezimmer zur Verfügung. Aber auch die Schlafsääle sind gut ausgestattet: Jeder Schlafplatz hat eigene Steckdosen und ein Licht und die kojenartigen Betten bieten viel Privatsphäre. Zudem hat es genügend Platz für Gepäck und es gibt grosse Schliessfächer unter den Betten. Mein einziges Problem war, dass unser Schlafsaal direkt neben dem Gemeinschaftsraum mit TV lag. Wenn also jemand gerade „how I met your mother“ schaute, konnte ich jedes Wort mithören, was besonders Nachts um 11 Uhr störend...

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